Lieber ein Punkt als kein Punkt | Wochenendrückblick der Südstädter Dreierkette
SC Austria Lustenau – Admira Wacker 1:1 (1:1)
Zuschauer: 4600
Vor allem durch unseren Trainerwechsel bekam das Spitzenspiel der 2. Liga nochmal eine besondere Brisanz. Bei Harald Suchards Debüt als Admira-Trainer ging es gleich ans andere Ende von Österreich zum Spitzenreiter der LigaZwa. Zumindest Kadertechnisch unterschied ihn nichts von seinem Vorgänger Thomas Silberberger, denn er startete mit der exakt selben Startelf wie beim 0:3 gegen die zweite Garde der Hütteldorfer. Trotzdem war natürlich viel Spannung vor diesem Duell geboten: Rund 70 Admiraner ließen sich diese Partie nicht entgehen und traten die lange Reise an.
Der Beginn der Partie war auf beiden Seiten von Vorsicht geprägt, doch bei unserer Mannschaft war klar erkennbar, dass man sich einiges vorgenommen hatte. Mit direkten Bällen in die Spitze wollte man schnell nach vorne kommen, auch wenn die Umsetzung anfangs noch etwas holprig wirkte.
Justin Forst eröffnet das Topspiel
Mit zunehmender Spielzeit kam dann der erste große Moment: Eine starke Kombination über Forst und Schabauer brachte die Defensive der Gastgeber aus dem Gleichgewicht. Der entscheidende Pass in die Tiefe kam im perfekten Augenblick, Forst blieb vor dem Tor ganz ruhig, tänzelte Keeper Domenik Schierl aus und traf zur Führung (14.).
In der Folge überließ unsere Admira den Hausherren etwas mehr Raum, ohne jedoch die Kontrolle komplett abzugeben. Lustenau näherte sich zwar immer mehr an, blieb aber zunächst ohne klare Abschlüsse. Auf der anderen Seite bot sich die große Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen: Nach einer starken Einzelaktion tankte sich Forst über die linke Seite durch, traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz (28.).
Die vergebene Chance sollte sich wenig später rächen. Praktisch aus einer unscheinbaren Situation heraus gelang Lustenau der Ausgleich. Eine unangenehme Flanke von rechts brachte Haudum, der sich im Zweikampf mit Jastremski befand, nicht aus dem Strafraum. Die Kugel sprang genau vor die Füße von Wade, der den Ausgleich fixierte (32.).
Leerlauf in Halbzeit zwei
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie etwas an Qualität. Zahlreiche Ballverluste und Unterbrechungen verhinderten einen echten Spielfluss. Dennoch hatte die Admira die besseren Szenen, wie beispielsweise in der 55. Minute. Ein Eckball von links landete über Umwege bei Weberbauer am Strafraumrand, der das Spielgerät mit dem Vollspann auf das Tor wuchtete, doch Schierl parierte stark.
In der letzten Minute bot sich dann noch einmal die Riesenchance auf den Auswärtssieg. Nach einer Kopfballverlängerung von Christopher Olsa tauchte Matteo Meisl völlig frei vor dem Tor auf, konnte diesen ultimativen Matchball aber nicht nutzen. So blieb am Ende das Gefühl, dass hier durchaus mehr möglich gewesen wäre – auch wenn die Leistung insgesamt stimmte. Dennoch war es wichtig, dass wir die Partie nicht verloren haben – denn sonst wäre Lustenau praktisch uneinholbar. Aber die Chance auf den Aufstieg lebt nach wie vor. Deswegen: Lieber ein Punkt als kein Punkt.
SC AUSTRIA LUSTENAU – ADMIRA WACKER 1:1 (1:1)
Tore: 0:1 (14.) Forst, 1:1 (32.) Wade
Aufstellung Admira Wacker: Siebenhandl; Horvat, Haudum, Meisl; Weberbauer, Feiner, Gemicibasi, Schwarz (40. Holzhacker); Schabauer (84. Wagner), Forst (66. Alar), Schmidt (84. Olsa)
Südstädter Dreierkette – Wir sind Simon, Flo und David und haben aus unserer Leidenschaft für den großartigsten Fußballverein der Welt einen Podcast gegründet. In diesem geht es um alles, was rund um die Admira passiert. Vor allem der wöchentliche Ligabetrieb wird von uns genau unter die Lupe genommen (LINK).












