Ri-Ri-Ristanic! Last-Minute-Sieg lässt uns weiter auf den Titel hoffen I Wochenendrückblick der Südstädter Dreierkette
Es war ein Spiel, das alles zu bieten hatte: frühe Führung, spielerische Dominanz, vergebene Großchancen, ein unnötiger Gegentreffer – und schließlich ein emotionaler Last-Minute-Sieg. Unsere Admira Wacker bezwingt den SK Sturm Graz II am 27. Spieltag der ADMIRAL 2. Liga mit 2:1 und holt damit immens wichtige Punkte in Sachen Aufstiegskampf.
Blitzstart und frühe Kontrolle
Die Partie begann dabei mit einem echten Paukenschlag: Bereits in der 3. Minute gingen wir in Führung – und das nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite. Holzhacker brachte einen Einwurf auf Höhe des Sechzehners zu Meisl, erhielt den Ball im Doppelpass umgehend zurück und setzte sich anschließend mit viel Zug zur Grundlinie durch. Seine präzise Hereingabe in den Rückraum fand den heranstürmenden Josef Weberbauer, der den Ball mit einem wuchtigen Schuss von rechts unhaltbar im linken Eck unterbrachte – 1:0. Für unseren „Websi“ war es der dritte Saisontreffer, Holzhacker durfte sich über seinen ersten Assist freuen.
Die frühe Führung gab uns Sicherheit – und sie war der Auftakt zu einer druckvollen Anfangsphase. Wir hielten das Tempo hoch, suchten konsequent den Weg nach vorne und zwangen die Gäste immer wieder zu Fehlern.
Anfangsphase mit mehreren Chancen
In der 11. Minute sorgten wir erneut für Gefahr: Nach einem Freistoß von rechts vor dem Strafraum brachte Gemicibasi den Ball hoch in den Sechzehner. Die Hereingabe entwickelte sich zu einer tückischen Flugkurve, Sturm-Keeper Lorenz verschätzte sich und musste zurückweichen. Gemeinsam mit Pirker konnte er die Situation im letzten Moment vor dem einschussbereiten Forst bereinigen. Doch die Szene war noch nicht beendet: Weberbauer kam an den zweiten Ball und zog aus ähnlicher Position wie beim Führungstor ab – diesmal setzte er den Versuch über das Tor.
Nur wenige Minuten später folgte die nächste starke Offensivaktion (14.): Horvat eröffnete aus der eigenen Hälfte mit einem langen Ball auf die linke Seite zu Holzhacker, der wiederum mit einer scharfen, flachen Hereingabe Forst perfekt bediente. Dieser kam links am Fünfer zum Abschluss, scheiterte jedoch am erneut gut reagierenden Lorenz.
Das Muster setzte sich fort (18.): Diesmal war es Gemicibasi, der Forst mit einem präzisen Ball aus dem linken Halbfeld in die Tiefe schickte. Wieder lief unser Angreifer in aussichtsreicher Position ein, wieder blieb Lorenz im Eins-gegen-eins Sieger. Es war bereits die zweite nahezu identische Großchance innerhalb weniger Minuten – und ein erstes Indiz dafür, dass wir uns für den hohen Aufwand noch nicht ausreichend belohnten.
Sturm wird gefährlicher – Admira schaltet Gang zurück
Nach rund einer halben Stunde fanden die Gäste etwas besser in die Partie und kamen ihrerseits zu Möglichkeiten. Die gefährlichste Szene ereignete sich in der 36. Minute: Nach einem Eckball von links kam Scharmer am Fünfer an einen zweiten Ball, den er volley in Richtung Tor brachte. Unser Keeper Siebenhandl war bereits geschlagen, doch Feiner rettete spektakulär auf der Linie. Auch der Nachschuss von Bendra wurde geblockt, ehe eine weitere Flanke von Löcker im Toraus landete. Eine Phase, in der wir defensiv Schwerstarbeit verrichten mussten.
Der unnötige Ausgleich vor der Pause
Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann der bittere Rückschlag (42.): Ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte der Gäste brachte unsere Defensive in Schwierigkeiten. Meisl verpasste rund 20 Meter vor dem Tor die Klärung, der Ball sprang weiter in Richtung Strafraum. Haudum wollte bereinigen, doch in dieser Situation kam Siebenhandl weit aus seinem Tor und kollidierte unglücklich mit seinem Mitspieler. Peinhart reagierte am schnellsten, übernahm den freienBall und schob zum 1:1 ein. Ein Gegentreffer, der durch ein vermeidbares Missverständnis zustande kam – und entsprechend schmerzte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, personelle Veränderungen gab es zunächst keine.
Steigerung im zweiten Durchgang
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten wir zunächst das Geschehen. Bereits in der 48. Minute setzte Meisl im Fallen einen tiefen Ball aus der eigenen Hälfte auf Forst ab, der sich in die Tiefe gelöst hatte und alleine auf das Tor zulief. Doch im entscheidenden Moment legte er sich den Ball zu weit vor, sodass Lorenz erneut zupacken konnte.
In der 53. Minute kombinierten wir uns sehenswert über die rechte Seite nach vorne: Weberbauer setzte Schabauer in Szene, der halbrechts am Fünfer zum Abschluss kam, jedoch wieder am starken Schlussmann der Gäste scheiterte. In der anschließenden unübersichtlichen Situation kam auch Forst beinahe zum Abschluss, doch Pirker und Bendra klärten gemeinsam zur Ecke.
Diese Standardsituation wurde nur wenig später brandgefährlich (54.): Gemicibasi brachte den Ball von rechts präzise an den Elfmeterpunkt, wo Holzhacker per Kopf an die zweite Stange verlängerte. Dort stand Meisl völlig frei, doch sein Abschluss wurde im letzten Moment von Lazarre geblockt. Auch der Nachschuss von Weberbauer fand nicht den Weg ins Tor – Sturm warf sich mit allem in die Schüsse.
Frische Kräfte und anhaltender Druck
Nach einer Stunde reagierten wir personell: Alar kam für Feiner, Malicsek ersetzte Forst und Olsa übernahm für Wagner (60.). Wenig später folgte Schwarz für Holzhacker (69.), ehe in der 76. Minute auch Ristanic für Schabauer ins Spiel kam – eine Einwechslung, die sich noch als spielentscheidend herausstellen sollte.
Wir suchten weiterhin den Weg nach vorne und schnürten die Gäste phasenweise in deren Hälfte ein. Dennoch fehlte weiterhin die zündende Idee mitsamt entscheidendem Treffer.
Erlösung in der Nachspielzeit
In der 84. Minute kamen wir nach einem weiten Einwurf von Weberbauer erneut zu einer großen Möglichkeit: Olsa verlängerte per Kopf, Ristanic kam am Fünfer zum Ball, doch sein Abschluss wurde im letzten Moment von Scharmer geblockt.
Danach ging es munter weiter: Wieder war es Weberbauer mit einem weiten Einwurf, wieder fand er Ristanic, der diesmal am Elfmeterpunkt per Kopf zum Abschluss kam. Doch Lorenz lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch entscheidend ab, sodass er knapp am rechten Pfosten vorbeiging.
Als sich viele bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatten, schlugen wir in der Nachspielzeit dann doch noch zu (90.+3): Eine weite Hereingabe von rechts landete bei Haudum auf Höhe der Strafraumgrenze, dessen Abschluss von Petritsch abgefälscht wurde. Der Ball fiel genau vor die Füße von Ristanic, der blitzschnell reagierte, sich drehte und den Ball volley im langen Eck versenkte – 2:1!
So bleiben die drei Punkte schlussendlich in der Südstadt, durch die wir weiter im Aufstiegsrennen mitmischen. Am kommenden Samstag steht in St. Pölten das Niederösterreich-Derby gegen den SKN an.
ADMIRA WACKER – SK Sturm II 2:1 (1:1)
1.075 Zuschauer
Aufstellung Admira Wacker: Siebenhandl; Horvat, Haudum, Meisl; Weberbauer, Gemicibasi, Feiner, Holzhacker, Schabauer, Wagner; Forst
Südstädter Dreierkette – Wir sind Simon, Flo und David und haben aus unserer Leidenschaft für den großartigsten Fußballverein der Welt einen Podcast gegründet. In diesem geht es um alles, was rund um die Admira passiert. Vor allem der wöchentliche Ligabetrieb wird von uns genau unter die Lupe genommen (LINK).












